Konfiguration und Betrieb eines Linux-Vserver im MegrivaGrid

Natürlich kann man jeden VServer der gleichen Größe von anderen Anbietern verwenden. Andere Anbieter haben für 5.- € bis 7.- € SSD Laufwerke im Angebot, was die Performance der Regionen nochmal erhöht. Ich bleibe jetzt hier im Beispiel bei dem VServer von Host Unlimited. Das Prinzip der Serverkonfiguration ist immer das Gleiche.

Es gibt ab und zu Unterschiede bei den Betriebssystem Tempates. Und so ist der Inhalt des Pakets Ubuntu 16.04. minimal nicht immer gleich.

Nachdem wir den VServer gemietet haben wird er bei Host Unlimited innerhalb weniger Minuten zur Verfügung gestellt. Im Kunden Panel unter Einstellung erfahren wir die IP Adresse und das root Passwort unseres neuen Servers.


Windows Benutzer brauchen jetzt noch ein kleines Tool mit dem sie sich über ein ssh Protokoll mit dem Server verbinden können. Dieses kleine Programm heißt Putty.

Putty muss nicht installiert werden. Man kann die .exe Datei direkt von putty.org herunterladen.

Nach dem Download kann Putty mit einem Doppelklick direkt gestartet werden. Notwendig ist die IP Adresse unseres neuen Servers. Nach Eingabe der IP Adresse im oberen Adressfeld und der Bestätigung durch einen Klick auf den Button „open“ stellt Putty eine ssh Verbindung zum Server her. Beim ersten Login wird noch eine Vertrauensfrage gestellt, da Putty nicht weiß ob der Server sicher ist. Bitte mit ja bestätigen.

In das schwarze Terminal Fenster gibt man als User = root ein und das voreingestellte Passwort aus dem Kunden Panel von Host Unlimited. Nun sollte eine stabile ssh Verbindung zu unserem neuen Server hergestellt sein.

Linux Benutzer benötigen kein Putty. Über ein Linux eigenes Terminal Fenster kann mit dem Befehl :

ssh root@IP Adresse

eine Verbindung zum Server aufgebaut werden. Anschließend noch das Passwort eingeben.


 

Zuerst einmal bringen wir unser Ubuntu Template auf den neusten Stand und installieren alle Updates:

daz benutzen wir die beiden Befehle

apt-get update
und anschließend
apt-get upgrade

Anschließend entfernen wir Pakete, die für den Betrieb eines Opensim Regionsserver nicht benötigt werden. So wollen wir z.B. mit diesem Server keine Mails verschicken oder Webseiten hosten. Dementsprechend können die dafür zuständigen Pakete entfernt werden. Ungenutzte und nicht vernünftig konfigurierte Software Pakete stellen auf einem Server ein unnötiges Sicherheitsrisiko dar.

apt-get remove apache*
apt-get remove samba*
apt-get remove postfix
apt-get remove procmail
apt-get remove bind-host

Nun installieren wir die Dinge mit denen wir arbeiten wollen. Als da wäre das Programm „nano“ welches wir als Dateieditor verwenden werden.

apt-get install nano

Zusätzlich einen FTP Server, damit wir Daten von unserer Festplatte auf den Server und umgekehrt transferrieren können.

apt-get install proftpd

Als nächstes den Midnight Commander. Das ist ein Datei Explorer der die Arbeit an der Linux Konsole sehr vereinfacht.

apt-get install mc

Das Programm Screen ist wahrscheinlich schon vorinstalliert, ich werde noch erklären wofür es gebraucht wird.

apt-get install screen

und noch den Net Frame Interpreter von Linux.

apt-get install mono-complete


wenn alles installiert ist öffnen wir den Midnight Commander mit dem Befehl

mc

Zuersteinmal stellen wir nano als Standard Editor ein. Dazu geben wir jetzt unten in der Kommando Zeile

select-editor

ein. Im anschließenden Auswahl Menu wählen wir als Editor nano aus.

mc ist nicht schwer zu bedienen und erklärt sich fast von selber. Mit den Steuertasten kann man den Crusor bewegen und mit den F-Tasten vorgegebene Befehle ausführen.

Wir suchen nun das Verzeichnis /etc/ dazu muss der Crusor nach ganz oben, einmal mit Enter bestätigen und anschließend den Crusor auf das Verzeichnis /etc/ stellen und mit Enter das Verzeichnis öffnen.

Hier suchen wir die Datei „environment“. Den Crusor auf die Datei stellen und mit F4 das Editor Programm öffnen. (sollte hier nochmal ein Auswahl Menu erscheinen bitte nano wählen) Folgende Zeilen fügen wir am Ende der Datei „environment“ ein.

MONO_THREADS_PER_CPU=300

Mit der Tasten Kombination strg+o und Enter wird die Datei gespeichert. Mit strg+x verlassen wir nano.

Jetzt benötigen wir noch einen User ohne root Rechte. Ich nenne den neuen User hier in meinem Beispiel „megriva“. Dazu verlassen wir mit F10 den Midnight Commander und geben folgendes an der Konsole ein:

adduser megriva

Anschließend das Passwort für den neuen User eingeben und bestätigen. Dann fragt Linux noch verschiedene Dinge wie real Namen, Telefonnummer etc. ab. Die Daten werden im Grunde nicht benötigt und die einzelnen Schritte können getrost ohne Eingabe von Werten mit Enter durchgeklickt werden.

Der Server ist nun soweit fertig. Mit dem Befehl

reboot

wird er nun neu gestartet.